ESG-Reporting – Der 3-Buchstaben-Bericht soll zukünftig die Immobilienbranche revolutionieren und bringt damit nicht wenige Veränderungen – sowohl für den Bau, als auch für den Betrieb von Gebäuden. Um dem Klimawandel entgegenzuwirken und den immensen Energieverbrauch der Gebäudewirtschaft zu reduzieren, sollen die neuen Nachhaltigkeitskriterien für Transparenz und Wandel sorgen. ESG-Berichte sind dabei ein Werkzeug, um das Geld von Investoren künftig in nachhaltige Aktivitäten zu lenken.

In diesem Blogbeitrag erfährst du alles rund um das ESG-Reporting und wer in Zukunft Bericht erstatten muss.

 

ESG: Die Zukunft der Immobilienbranche

E, S und G – Environment, Social, Government – sind drei Kernbereiche, die in den kommenden Jahren entscheidend zur Erfüllung der EU-Klimaziele beitragen sollen. Mit dieser wachsenden Wichtigkeit der ESG-Kriterien steigt der Druck auf die Gebäudewirtschaft. So werden künftig nur noch Projekte finanziert werden, die den ESG-Richtlinien entsprechen und zu einer grüneren Zukunft beitragen. Ein Missachten der drei Kategorien kann den Wert einer Immobilie also stark gefährden. Mehr dazu liest du in dem Artikel von Alasco.

Um Bemühungen für mehr Nachhaltigkeit zu dokumentieren und für mehr Offenheit zu sorgen, werden bald verpflichtende ESG-Reportings eingeführt.

 

Was ist der Unterschied zwischen Nachhaltigkeitsberichten und ESG-Reportings?

Auch hier gibt es den ein oder anderen Unterschied. Die seit Ende des 20. Jahrhunderts bekannten Nachhaltigkeitsberichte (oder auch Umweltberichte) sind in der Regel Teil eines jeden Geschäftsberichts. Sie zeigen die Bestrebungen und Fortschritte eines Unternehmens für eine nachhaltigere Zukunft. Verpflichtet sind hier vor allem internationale Großbetriebe.

ESG-Berichte sind allumfassend und beschreiben die Nachhaltigkeit eines Unternehmens in seiner Gesamtheit. Ein wesentlicher Unterschied zwischen Nachhaltigkeitsberichten und ESG-Berichten betrifft nämlich die sogenannten Scopes. Nachhaltigkeitsberichte richten sich vor allem auf Scope 1- und 2-Emissionen, während ESG-Berichte auch Scope 3 in den Blick nehmen.

 

Was sind Scopes?

Scopes teilen Treibhausgasemissionen in drei Geltungsbereiche.

  • Scope 1 umfasst dabei direkte Emissionen aus eigenen Quellen, wie beispielsweise den Betrieb eines Heizkessels oder die Nutzung von Unternehmensfahrzeugen;
  • Scope 2 bezieht sich auf die Emissionen aus bezogener Energie, wie in etwa eingekauftem Strom;
  • Scope 3 deckt indirekte Emissionen aus Aktivitäten ab, die nicht unmittelbar zum Unternehmen gehören. Beispiele hierfür sind Geschäftsreisen, das Abfallmanagement oder anderen, nicht in Scope 1 oder 2 enthaltenen energiebezogenen Emissionen, entstehen.

 

ESG-Reporting iPad

 

Wieso ist das ESG-Reporting so wichtig?

Mit einem ESG-Bericht hast du deine Nachhaltigkeitsbemühungen schwarz auf weiß. Diese Werte können vor allem für auf diese Weise orientierte Anleger der ausschlaggebende Grund für eine Investition sein. Und sie werden Tag für Tag wichtiger. Denn die Zukunft verlangt Nachhaltigkeit und wird auch vor der Immobilienbranche keinen Halt machen. Die Anforderungen an den Bau und Betrieb von Gebäuden werden zunehmend in Richtung Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Transparenz gehen. Wer dann sicher anlegen möchte, sollte die drei Buchstaben nicht unterschätzen.

Ein ESG-Bericht macht eine Immobilie also wesentlich attraktiver und kann ihren Wert zukünftig deutlich steigern. Außerdem stärkt ein solches Reporting das Markenimage und zeigt von sozialer Verantwortung. Gar nicht so verkehrt.

 

Was soll im ESG-Reporting drinstehen?

Da es momentan noch keine allgemeingültigen Standards zu den geforderten ESG-Berichten gibt, ist noch schwer zu sagen, wie diese in Zukunft aussehen werden. Um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen, sollen bis Herbst 2022 EU-weite Standards für die ESG-Berichterstattung entwickelt werden, welche dann ab 2024 (für das Geschäftsjahr 2023) umgesetzt werden müssen. Das ESG-Reporting muss von da an jährlich im Lagebericht des Unternehmens und zusammen mit dessen Finanzdaten veröffentlicht werden.

Betriebe sollen in den Offenlegungen neben dem Ist-Stand in jedem Fall auch über die Erfassung der Daten sowie Entwicklungsprozesse berichten. Daten, die aus Wettbewerbsgründen nicht genannt werden wollen, müssen in Ausnahmefällen nicht publiziert werden.

 

Wer muss ein ESG-Reporting erstellen?

Die Berichterstattungspflicht über die Nachhaltigkeitsbemühungen wächst schrittweise.

  • Berichten müssen ab 2023 vorerst große Betriebe (mehr als 250 Mitarbeitende, über 40 Mio. Umsatz, mehr als 20 Mio. Bilanzsumme – es müssen jedenfalls zwei dieser Kriterien erfüllt sein) und kapitalmarktorientierte Unternehmen.
  • Ab dem Jahr 2026 sollen zudem auch kapitalmarktorientierte Klein- und Mittelbetriebe (über 10 Mitarbeitende, mindestens 700 Tsd. Umsatz, mehr als 350 Tsd. Bilanzsumme – es müssen jedenfalls zwei dieser Kriterien erfüllt sein) ein ESG-Reporting erstellen.
  • Kleingesellschaften ist das Veröffentlichen von ESG-Berichten freigestellt.

 

Wie hilft puck beim ESG-Reporting?

Eine große Herausforderung für die Immobilienbranche liegt insbesondere in der Erfassung der Energiedaten. Denn die sollten am besten konstant beobachtet werden. Die Lösung dafür liegt in der Digitalisierung. Sensoren und Smart-Building-Komponenten übernehmen die Arbeit und überwachen den Energieverbrauch.

Wenn einer seine Zeit gerne mit Energiemonitoring verbringt, dann ist das unser puck. Mit dem Softwareupdate puck Smart 2.0 und den damit verbundenen Sensoren hat puck den häuslichen Energieverbrauch stets im Blick. Alle relevanten Daten siehst du in Echtzeit auf dem puck Board. Das hilft nicht nur, Energiefresser frühzeitig zu erkennen und nachhaltige Entscheidungen zu treffen, sondern ist auch ganz praktisch für das anstehende ESG-Reporting.

Hol dir gleich deine Demo-Version von puck Smart 2.0!

 

ESG-Reportings bringen Chancen wie Herausforderungen

ESG-Reportings bringen ordentlich Wind in die Segel der Berichterstattung. Wo jetzt noch reichlich Unklarheit herrscht,  soll gegen Ende des Jahres aber endlich Klarheit geschaffen werden. Einheitliche Standards sollen die ESG-Berichterstattung uniformieren und für mehr Vergleichbarkeit sorgen. Es heißt also „schnell sein“. Wer früh handelt und sich schon jetzt mit den Neuerungen auseinandersetzt, kann sich einen entscheidenden Vorteil verschaffen.

Insbesondere am Kapitalmarkt helfen ESG-Reportings Investoren zukünftig, Entscheidungen nicht nur aus wirtschaftlicher, sondern auch aus ökologischer und sozialer Sicht zu treffen und das Risikoprofil eines Unternehmens besser zu beurteilen. Ganz schön praktisch, diese Reportings.

Mehr zum Thema ESG liegst du in unserem Blogbeitrag „ESG-Kriterien werden die Immobilienbranche nachhaltig beeinflussen“. Für weitere Fragen haben wir natürlich immer ein offenes Ohr – schreib uns gerne eine Nachricht oder lerne uns im Webinar kennen!